Die Mikrowelle – der stille Gefahrenherd

Wes Brot ich ess, des Lied sing ich… !

Die Mikrowelle. Geliebt und gekauft und schöngeredet. Sie spart einem ja soviel Zeit, ist so praktisch, weil es geht so schnell. Die Werbung macht es uns ja auch vor, wie super es sein kann, und die meisten  „dummen“ fallen darauf rein. Hohoho kremerchen …. was für starke Worte, mögen viele nun denken.

Aber vorweg einmal, wie funktioniert denn eine Mikrowelle:



Aromastoffe

„Das wissen selbst die Kinderlein
mit Würze wird die Suppe fein,
drum holt das Gretchen munter,
die Maggi-Flasche runter!“,

Frank Wedekind um 1900

Hätten Sie gewusst, dass die Bundesbürger jährlich 15 Millionen Tonnen künstliche Lebensmittel verputzen? Sicherlich nicht, so wie ich. Denn auch mich hat diese Zahl überrascht. Vor allen Dingen künstliche Lebensmittel!

Die Nahrungsmittelindustrie- und die Lebensmittelchemiekonzerne bestimmen, was wir essen sollen. Sogenannte Nahrungsstylisten sind immer auf der Suche, was kann neu erfunden werden und…! wie kann mit relativ wenig Aufwand viel Geschmack erreicht werden. Man denke nur an die Minutensuppen etc. Die Produktion der Geschmack- und Farb- und Aromastoffe die in fertigen Gerichten enthalten sind hat sich verdoppelt. Bei Dragoco, einer der größten Aromafirmen Europas, begründet ihr Aromachef Axel Graefe: “ Da müsse „der Geschmack im Mund explodieren. Sonst würden das die Leute nicht mehr kaufen. Die jährlich stattfindende Messe und Ausstellung für Farb- und Aromastoffe wird immer größer. Der Umsatz steigt rapide an, sehr zur Freude der Hersteller.



Der gute Geschmack

Gibt es so was, wie einen guten Geschmack? Woran legen wir einen guten Geschmack fest? (Es ist gut zu wissen, dass sich weniger als ein Drittel der Menschheit nach unserer westlichen Weise ernährt!)

Der Geruchssinn hat den Geschmack an Bedeutung übertroffen. So wird z.B. das Aroma eines guten Essens mit dem Geruchssinn wahrgenommen. Man schmeckt nur die Qualitäten Süß, Salzig, Sauer, Bitter und Umami (von japanischen Wissenschaftlern postulierter Glutamat-Geschmack, entsteht bei zuviel Besuch eines Chinarestaurants – da bekanntlich dort das meiste Glutamat verbraucht wird).



Ernährung

Wir müssen uns dabei erst einmal klar machen was denn Appetit / Hunger und Durst eigentlich ist. Brillat Savarin hat dies in seinem Buch “ Physiologie des Geschmacks“ – was ich unter anderem im Kochbuchteil noch genauer beschreibe, vortrefflich formuliert:

Auszug:
Bewegung und Leben verursachen im lebenden Körper einen täglichen Substanzverlust. Der menschliche Körper, diese so komplizierte Maschine, wäre bald außer Dienst, wenn die Vorsehung nicht eine Feder hineingesetzt hätte, welche ihn im Augenblicke benachrichtigt, wo die Kräfte nicht mehr mit den Bedürfnissen im Gleichgewichte sind. Der Appetit ist dieser Warner. Man versteht darunter die erste Empfindung des Bedürfnisses nach Nahrung.



Kochen nach der Jahreszeit

«Die Mäßigkeit ist ein Baum,
dessen Wurzel Genußsamkeit heißt
und dessen Früchte Gesundheit
und  Zufriedenheit sind.»

Valerius Maximus

Sicherlich kennen Sie das, da gehen Sie Anfang März in den Supermarkt und sehen dort schon den ersten Spargel liegen. Ts ts ts. Die Saison für dieses wunderbare Gemüse ist weit entfernt, und würde dieser Spargel in dem Einkaufswagen mitgenommen werden und zuhause gegessen werden, garantiere ich Ihnen, ein fades Geschmackserlebnis. Es ist halt noch nicht soweit. Das gleiche wiederholt sich bei der Erdbeersaison. Schon Wochen, ja fast Monate vorher gibt es Erdbeeren zu kaufen. Geschmacklich sind sie den hiesigen Erdbeeren weit unterlegen. Und trotzdem werden sie gekauft. Haben Sie auch schon festgestellt, dass wenn die eigentliche Erdbeersaison losgeht, man eigentlich schon fast satt ist? Bei der Wild-, Pfifferlings-, Feldsalatsaison wiederholt sich gleiches Spiel.



Thermische Eigenschaften von Lebensmitteln

Da kremerchen sich mit der 5 Elemente Ernährung einmal sehr stark auseinandergesetzt hat, möchte ich Ihnen das Thema Thermik im Essen nicht vorenthalten. Gut Nachzulesen auch in dem Buch: Die 5 Elemente, woraus ich einiges hier zitiere.

Viele Nahrungsmittel haben die Fähigkeit, das Klima auszugleichen in dem sie wachsen. Nahrungsmittel wie z B. Südfrüchte, die in einem sehr heißen Klima (=Yang) wachsen, sind in ihrer thermischen Wirkung kalt  (=Yin). Mit ihrer kühlenden Wirkung helfen sie den Menschen in dieser Gegend, die Hitze auszugleichen. Sie leiten so innere Hitzezustände aus. Es ist deshalb völlig unsinnig, in einer Yin-Jahreszeit wie dem Winter, wo wir gegen äußere Kälte zu kämpfen haben, Südfrüchte zu essen.



Energie im Essen … gibt es das überhaupt?

Hat Essen, haben Lebensmittel Energie ?  Kann der Koch diese Energie weiterleiten und  wenn ja, kann er dann das Essen beeinflussen und dem Gast diese Energie vermitteln?

Kann man schmecken ob der Koch mit Liebe gekocht hat, oder ob er das Essen einfach nur fertig gebrutzelt hat?

Fragen, die sicherlich zum Nachdenken anregen und auf eine Antwort warten.

Essen ist der erste Schritt zur Energieaufnahme. Um in der Lage zu sein die Energie im Essen aufzunehmen, muss man das Essen richtig schätzen. Der Geschmack ist ist das wichtigste. Sie müssen schmecken können. Viele Völker und Naturen beten vor dem Essen. Nicht nur aus Dank, sondern um den Vorgang des Essens zu einer heiligen Angelegenheit zu machen, damit die Energie von unserem Körper aufgenommen werden kann. Ich finde das irgendwie genial!