Who is kremerchen´s?

kremerchenSchön, dass Sie diese Seite angeklickt haben, denn hier möchte ich ein wenig über mich erzählen. Abgesehen davon, das ich nun über 50 Jahre alt bin, die Midlifecrisis habe ich überwunden ( i hope it ), und über gaanz wenige Hungeranfälle auf Schokolade klage, weil sie so wunderbar schmeckt, jedoch!!! es setzt an, das ist ja das schlimme, bin ich „ächt“ glücklich mit mir.
Gelernt habe ich den Beruf Koch, nicht weil ich damals an Unterernährung litt und dies dadurch zu kompensieren versuchte, nein, ich hatte bei einem Restaurantbesuch mit meinen Eltern einen Blick in die Küche werfen „dürfen“! und war von den Anblick der Köche  absolut fasziniert.

Mit weißen Jacken und Kochmützen, am Herd stehend und, für mich damals, zahllose Essen anrichtend, immer einen lockeren Spruch auf der Lippe,  blieb dieser Eindruck haften und ich lernte in einer kleinen Stadt in Schleswig Holstein Koch. Da mein Lehrchef einen Bruder hatte, der in Höchenschwand / Schwarzwald eine Konditorei besaß, lernte ich im Anschluss an die Kochlehre, 800 km von Zuhause entfernt, noch Konditor.

Ausgestattet mit soviel Wissen, verkümmerte ich im Anschluss daran in mindestens 2 Saisonstellen, und wenn ich es heute recht überlege, habe ich auch da viel gelernt, … das stellt sich manchmal erst später raus. Durch Zufall, ja es war Zufall, bekam ich anschließend eine Stelle in der ehrwürdigen Schiffergesellschaft zu Lübeck, die meinen Werdegang prägte. Durch einen Wohnungswechsel zog ich nach Freiburg, wo ich seit über 20 Jahren lebe, von den 2 Jahren einmal abgesehen, die ich in der unmittelbaren Nähe von Berlin verbrachte.

Der Große Irrtum:
Zu den größten Irrtümern zählt, das andere denken, weil man ja gerade Koch ist, man auch im privaten so anspruchsvoll ist. Wissen Sie, wir müssen ja in der Restaurant- und Hotelküche so kochen, es muss sich von Mutters oder Oma´s Küche ja ein wenig abheben. Das heißt jedoch nicht, dass wir eine Hausmannskost ablehnen. Den ganzen Tag vollgestopft mit allerlei Delikatessen, mein Auge sieht Geflügelleber, Rinderfilet, Lachs und und und, da sehne ich mich nach Omas Hackbraten, der in beruhigender Weise so einfach gemacht wurde, dass mir das Wasser im Munde zusammenläuft. Oft denke ich auch an das wunderbare Essen bei uns zu hause, welches so einfach ist, das es vieles aus der Großküche hinter sich lässt, oder unser gemeinsames kochen, wo wir bewusst der vegetarischen einfachen Küche den Vorzug geben. Ich glaube, das sind die waren Glücksmomente eines Kochs. Erschreckend ist es immer wenn ich eingeladen bin. Diesen Erwartungsdruck, ob´s den eingeladenen Koch auch schmeckt, können sich viele sparen. Tief im Grunde meines Wesens bin ich ein Anhänger der alten, überlieferten Gerichte, des einfachen Essens. Das können Sie mir ruhig glauben.

Ich gehe gerne Wandern und am besten ist es, wenn ich unterwegs etwas sammeln kann, Pilze oder Früchte. Die verarbeite ich dann auch gleich zuhause. Ein Steckenpferd von mir ist selber machen: also Brot backen, Marmelade und Gelee machen, in der „Hochsaison“ koche ich gleich 30 – 40 Gläser auf einmal – die halten dann ein ganzes Jahr. Würde ich auf einen Bauernhof wohnen könnte ich mir gut vorstellen, einen Hofladen zu betreiben.

Manchmal denke ich über mich: ich muss doch einen totalen Schaden haben, da ich, nach manchmal 12 Stunden Arbeit in der Küche und einer folgenden „Reanimierungszeit“ schon wieder Lust auf kochen habe, oder etwas was damit zu tun hat, Kollegen besuchen, Erfahrungen austauschen, tratschen, neue Geräte inspizieren die den Alltag in einer Küche einfacher machen oder Rezepte durchlesen. Crazy!

Am liebsten blogs ich mit einer Tasse Milchkaffee hier:
Breite = 47.9933264  Nord L =  7.848314599999981 Ost

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